Perkutane Koronarintervention mit einer Herzpumpe

Welche Patienten vom Einsatz einer Herzpumpe profitieren können ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Erfahren Sie mehr über die Faktoren und ob eine Herzpumpe für Sie infrage kommt.

Perkutane Koronarintervention mit einer Herzpumpe

Ich wurde für eine perkutane Koronarintervention abgelehnt. Kommt für mich ein Eingriff mit einer Herzpumpe in Frage?

Der Einsatz einer Herzpumpe wie der Impella® Herzpumpe oder einer Ballonpumpe kommt für Hochrisikopatienten in Frage. Zu dieser Kategorie zählen Patienten, deren Herz zu schwach für eine perkutane Koronarintervention ist. Denn während des Eingriffs werden Gefäße kurzzeitig blockiert und die von anderen Gefäßen versorgten Herzbereiche müssen mehr arbeiten und stärker pumpen, um den Körper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen.

Begleiterkrankungen wie eine Nierenschwäche oder ein Diabetes mellitus steigern das Risiko zusätzlich. Bei Hochrisikopatienten ist eine unzureichende Versorgung des Herzens mit sauerstoffreichem Blut während der Koronarintervention sehr wahrscheinlich. Die Folge einer solchen Unterversorgung kann ein Herzinfarkt sein.

Ist der Einsatz einer Herzpumpe für mich sinnvoll?

Eine Ärztin und ein Arzt im Gespräch

Sie und Ihr Team aus Kardiologen und Herzchirurgen werden zusammen entscheiden, ob eine perkutane Koronarintervention mit Unterstützung einer Herzpumpe in Frage kommt.

Mit einer Herzpumpe wie der Impella Pumpe oder einer Ballonpumpe können die Risiken einer perkutanen Koronarintervention reduziert werden. Das größte Risiko gerade bei Hochrisikopatienten mit geschwächtem Herzmuskel ist eine zusätzliche Unterversorgung des Herzens während des Eingriffs. Ärzte in Herzzentren können Sie ausführlich zu diesem Thema beraten und Sie auch darauf hinweisen, wenn der Einsatz einer Herzpumpe nicht in Frage kommt. Gründe hierfür können zum Beispiel Gefäßdefekte oder Veränderungen der Herzklappen sein. In diesen Fällen kann die Herzpumpe gegebenenfalls nicht korrekt platziert werden.

Hier finden Sie eine ausführliche Checkliste und Fragen, die Ihnen bei Ihrem Arztgespräch helfen können.

Einige Beispiele:

  • Bin ich ein Hochrisikopatient für einen Herzkathetereingriff oder eine Bypass OP?
  • Falls ich ein Hochrisikopatient bin, ist der Einsatz einer Herzpumpe sinnvoll für mich?
  • Empfehlen Sie den Einsatz einer Herzpumpe wie z.B. der Impella Pumpe oder einer intraaortalen Ballonpumpe?
  • Ändert sich die Erholungszeit bei Einsatz einer Herzpumpe?

Was ist eine geschützte Koronarintervention?

Wird Ihnen nach diesen Fragen zu einer sogenannten „Protected PCI“ geraten, ist damit ein geschützter Eingriff mit einer Impella Herzpumpe gemeint. Der Schutz entsteht durch die Funktionsweise der Impella Herzpumpe, bei der das Herz entlastet wird.

Auch eine intraaortale Ballonpumpe kann zur Unterstützung und Entlastung des Herzens angewandt werden. Wie die beiden Systeme sich unterscheiden, erfahren Sie hier.