Glossar: Medizinische Begriffe erklärt

Was ist Angina Pectoris? Wer bekommt einen Bypass? Was macht eine Herzpumpe? Hier werden Fachbegriffe rund um’s Herz verständlich erklärt.

ACE-Hemmer

Angiotensin-Converting-EnzymeHemmer. Hemmt einen körpereigenen Stoff, der Blutgefäße eng stellt. Wird in der Therapie der Herzinsuffizienz eingesetzt, da eine dauerhafte Engstellung der Gefäße das Herz schädigt.

Angina Pectoris

Latein für “Enge in der Brust”. Beschreibt das Gefühl eines starken Druckes auf der Brust und ist Symptom bei koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt.

Angioplastie

Behandlung eines Blutgefäßes durch Aufweitung einer Einengung mit einem Ballonkatheter oder Einsetzen eines Stents; beispielsweise bei einer koronaren Herzkrankheit.

Aorta

Hauptschlagader, die den Körper mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Entspringt am Herzen.

Aortenklappen-stenose

Verengung der Herzklappe, die das Herz von der Hauptschlagader (Aorta) trennt.

Arteriosklerose

Fett- und Kalkablagerungen innerhalb der Blutgefäße und deren Wände. Führen zu einer Verhärtung und lassen die Gefäße brüchig werden.

Ballonkatheter

Kleiner Ballon, der über einen Katheter in ein Blutgefäß eingeführt werden kann. Wird im Rahmen einer Angioplastie an einer Einengung aufgeblasen um das Gefäß zu weiten. Angewandt bei koronarer Herzkrankheit und anderen Verengungen von Gefäßen.

Betablocker

Medikament, das Beta-Rezeptoren an Blutgefäßen blockiert und so den Blutdruck senkt.

Bypass

Englisch für Umgehung. Gemeint ist die Umgehung von stark erkrankten Gefäßen mit einem gesunden Gefäß, das chirurgisch eingesetzt wird. Dient dazu, den Blutfluss zum unterversorgtem Herzmuskel wiederherzustellen.

Cholesterin

Natürlicher Stoff, der durch Nahrung aufgenommen und in Zellwände eingebaut wird. Cholesterinreiche Ernährung steht im Zusammenhang mit einem gesteigerten Risiko an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken. Cholesterinreiche Lebensmittel sind vor allem tierische Produkte.

CT

Computer-Tomographie. Bildgebendes Verfahren, bei dem mittels Röntgenstrahlen hochauflösende Bilder des Patienten erstellt werden können.

Diabetes Mellitus

Erkrankung, bei der der Zuckerhaushalt des Körpers gestört ist. Kann Bluthochdruck und hohe Blutzuckerspiegel verursachen. Beide Symptome steigern das Herzinfarktrisiko.

Diuretika

Medikament, das die Harnproduktion steigert um überschüssige Flüssigkeit, wie Ödeme bei einer Herzschwäche, aus dem Körper zu entfernen. Manche Diuretika fördern außerdem die Ausscheidung von wichtigen Elektrolyten, daher ist eine genaue Einstellung der Dosierung durch einen Arzt wichtig.

Elektrokardio-gramm

Abbildung der elektrischen Aktivität des Herzens. Das Herz wird über elektrische Ströme koordiniert, die von speziellen Zellen ausgehen. Eine Abbildung dieser Ströme kann Hinweise auf Erkrankungen des Herzmuskels geben.

Gerinnungs-hemmer

Medikament zur Hemmung der Blutplättchen (Thrombozyten). Verhindert die Bildung von Blutpfropfen, die Herzinfarkte auslösen können. Wird beispielsweise bei Herzkrankheiten und vor und nach Eingriffen am Herzen verwendet.

Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt wird die Sauerstoffversorgung eines Teils des Herzmuskels unterbrochen. Hierdurch stirbt der nicht mehr versorgte Abschnitt nach kurzer Zeit ab; der Fachbegriff für den Herzinfarkt ist Myokardinfarkt.

Herzinsuffizienz

Fachbegriff für Herzschwäche. Durch Herzmuskelschäden verliert das Herz an Pumpkraft und kann weniger Leistung erbringen. Setzt einen Teufelskreis aus Symptomen in Gang, der das Herz noch weiter schwächt.

Herzkatheter

Flexibler Schlauch, der in Blutgefäße eingeführt und unter Röntgenkontrolle exakt in beispielsweise verengte Herzkranzgefäßen platziert werden kann. Dient der Diagnose und Therapie mit zum Beispiel Stents.

Herzkranzgefäße

Spezialisierte Gefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen.

Herzkranzgefäß-verengung

Einengung der Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen. Meist durch Fett- und Kalkablagerungen verursacht. Führt zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut, wodurch das Herz geschädigt werden kann.

Hinterwandinfarkt

Herzinfarkt des hinteren Teils des Herzmuskels mit Absterben von Herzmuskelzellen.

Herzpumpe

Gerät zur Unterstützung des Herzens, z.B. während einer perkutanen Koronarintervention. Pumpt das Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader und übernimmt so einen Teil der Pumpleistung des Herzens.

Koronararterien

Fachbegriff für Herzkranzgefäße. Von lateinisch „corona“ für Krone oder Kranz. Beschreibt die Lage der Herzkranzgefäße am Herzen.

Koronare Herzkrankheit

Erkrankung der Herzkranzgefäße. Meist durch Fett- und Kalkablagerungen verursachte Einengung mit Blutflussstörungen als Folge.

Koronarintervention

Behandlung von erkrankten Herzkranzgefäßen durch einen Kathetereingriff.

Koronarsklerose

Kalk- und Fettablagerungen innerhalb der Gefäßwände. Macht die betroffenen Blutgefäße spröde.

Koronarstenose

Einengung von Blutgefäßen durch Fett- und Kalkablagerungen. Verringert den Blutfluss durch das erkrankte Gefäß.

Mikroaxialpumpe

Siehe auch: Herzpumpe. Gerät zur Unterstützung des Herzens während eines Kathetereingriffs. Pumpt das Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader und übernimmt so einen Teil der Pumpleistung des Herzens.

MRT

Magnetresonanztomographie. Bildgebendes Verfahren, bei dem mittels starker Magnete ein dreidimensionales Bild von Weichteilgewebe im Körper des Patienten erstellt werden kann.

Myokardinfarkt

Fachbegriff für Herzinfarkt. Durch Mangel an sauerstoffreichem Blut stirbt der Herzmuskel ab. Oft die Folge einer koronaren Herzkrankheit und mit Brustschmerz und Atemnot einhergehend.

Niereninsuffizienz

Fachbegriff für Nierenversagen. Bezeichnet eine Unterfunktion der Nieren, wodurch schädliche Stoffe, die eigentlich über den Urin ausgeschieden werden sollten im Körper verbleiben.

PCI Perkutane Koronarinter-vention

Percutaneous coronary intervention (Englisch) = perkutane Koronarintervention. Perkutan bedeutet „durch die Haut“ und beschreibt den Zugang zu Blutgefäßen mit einem minimalinvasiven Eingriff. So können erkrankte Herzkranzgefäße mit einem Herzkatheter wiedereröffnet und offengehalten werden.

Plaques

Fett- und Kalkablagerungen in Gefäßen. Führen zu Flussstörungen des Blutes, wenn sie das Gefäß einengen.

Restenose

Wiederverschluss eines Herzkranzgefäßes nach Einsetzen eines Stents. Wird durch Gabe von Medikamenten verhindert.

Revaskularisierung

Wiederherstellung des Blutflusses in einem bestimmten Bereich. Zum Beispiel Wiederherstellung des Blutflusses am Herzmuskel durch Einsetzen eines Stents.

Statine

Medikamente, die das Blutfettprofil verbessern und so der Bildung von Ablagerungen in Blutgefäßen vorbeugen.

Stent

Flexibles Drahtgeflecht, das zusammengerollt in verengte Blutgefäße eingeführt und dort mit Hilfe eines Ballonkatheters aufgespannt werden kann. Hält Gefäße dauerhaft offen.

Terminalarterien

Arterien, die alleine ein bestimmtes Gebiet mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Jeweils ein Herzkranzgefäß versorgt beispielsweise einen Bereich des Herzmuskels.

Thrombus

Blutpfropf aus Blutplättchen (Thrombozyten). Kann enge Gefäße verstopfen und zu einem Herzinfarkt führen.

Thrombozyten-aggregations-hemmer

Hemmt die Verkettung von Blutplättchen (Thrombozyten), so dass kein Blutpfropf entstehen kann.

Vorderwandinfarkt

Herzinfarkt des vorderen Teils des Herzmuskels mit Absterben von Herzmuskelzellen.